Viele Chancen - keine Treffer - Aufstieg verpasst

FV Bischmisheim - SG KöBi 4:3 n.E.

Die Fankurve der SG KöBi - zahlreich, laut und farbenfroh!  (Foto FV Bischmisheim)

Eine bittere Niederlage. Es bewahrheitet sich, dass es keinen Fußballgott gibt, und das ist auch gut so. Denn dann würde immer der Bessere gewinnen, und das ist auf Dauer nur langweilig. Jeder kann gewinnen, hin und wieder jedenfalls, und so gewann gestern die in allen Belangen schwächere Mannschaft, die aber immerhin mit einem starken Torhüter und guten Elfmeterschützen ausgestattet war. Das reichte für den Sieg. Letztlich müssen wir aber zugeben, dass weder der gegnerische Keeper, noch der Schiedsrichter, der sich mit zwei äußerst fragwürdigen Toraberkennungen entscheident am Spiel beteiligte, ausschlaggebend für die Niederlage war, sondern schlicht und ergreifend die Abschlussschwäche vor dem Kasten des FV Bischmisheim.

Sonst aber war alles toll. Der gastgebende Verein SV Friedrichweiler hatte vom Platzwart bis zur Gastronomie auf seiner schönen Anlage für perfekte Verhältnisse gesorgt, und ca. 1000 Zuschauer bildeten eine lautstarke Kulisse für das Aufstiegsspiel. Die Fangruppen auf beiden Seiten sorgten vor und während des Spiels für viel Stimmung, es war richtig was los. Die Partie begann dann eher abtastend, wobei Bischmisheim in der ersten Viertelstunde etwas mehr vom Spiel hatte, ohne aber torgefährliche Aktionen zu kreieren. Mitte der ersten Halbzeit setzte sich aber die spielerische Überlegenheit unserer Elf immer klarer durch, die ersten großen Chancen durch Lukas Graf und Robin Jung brachten aber leider nichts Zählbares. Als Marc Bellmann nach einer schönen Flanke auf den zweiten Pfosten ein reguläres Kopfballtor erzielte, brachte der Schiedrichter den aufkommenden Jubel der Körpricher mit seinem Freistoßpfiff zum Schweigen. Zu Unrecht, denn das war ein einwandfreier Treffer ohne jedes Foulspiel. Vier Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz nach einem Schuss aus 16 Metern, diesmal aber wollten die Unparteiischen eine Abseitsstellung erkannt haben. Na ja. Zur Pause torlos, und danach ging alles den gleichen Gang, Angriff um Angriff auf das Tor des FV. Die Mannschaft machte das gut, ließ hinten garnichts zu, hatte ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld und nach vorne immer wieder gefährliche Aktionen, vorwiegend über die rechte Angriffseite. Alleine der Abschluss war das Manko, entweder war noch ein Bein dazwischen und was durchkam, hielt der Torhüter oder die Bälle segelten millimeterknapp an der Kiste vorbei. Die Verlängerung sah dann ähnlich aus, aber die Bischmisheimer retteten sich mit defensivem Können gepaart mit Zeitspiel und Glück ins Elfmeterschießen. Und in dieser Disziplin waren sie tatsächlich einen Tick besser. So ist das Leben - und Glückwunsch nach Bischmisheim.